Die Entwicklung des ESV-Prenzlau

Talente des ESV Prenzlau

Der ESV Prenzlau war eine Tischtennis-Hochburg. 1998 konnte man lesen: „Ich finde derzeit kein Team in Deutschland, das die Prenzlauer C-Mannschaft schlagen könnte.“ (Bandow, Roland: Das Pingpong brennt ihm auf der Seele. Prenzlauer Tischtennis-Methusalem. Eberhard Sielmann feiert morgen seinen 75. Geburtstag, Uckermark Kurier (22.08.1998) Diese Worte äußerte kein anderer als der Bundestrainer. Im Frühjahr 1999 war der Bundestrainer wieder einmal beim Training des Nachwuchses des ESV zu Gast.

 

Unter der großen Überschrift „Edelsteinschliff“ beim ESV Prenzlau hieß es: „Seine Aufmerksamkeit galt hoffnungsvollen Talenten. Daß (!) hierbei im Plural gesprochen werden kann, darf die Verantwortlichen beim ESV besonders stolz machen. [...] Aus einer ersten bundesweiten Sichtung filterte er einst 100 Talente heraus [...] wurden es in der nächsthöheren Förderstufe nur noch 36 und nun mittlerweile nur noch 13 Hoffnungsträger. Sie kommen aus neun Landesverbänden. […] Allein drei davon kommen aus Brandenburg, alle drei vom ESV Prenzlau. Das hat noch nie ein Landesverband, erst recht kein Verein geschafft.“(Gehrmann, Armin/ EB: „Edelsteinschliff" beim ESV Prenzlau. Bundestrainer Schmittinger sagt vier Mädchen eine große Tischtennis- Zukunft voraus, Uckermark Kurier 1999)

 

Zwei von diesen Spielerinnen, Tina Neumann und Laura Matzke, wechselten nach der sechsten Klasse auf eine Sportschule, nach Berlin bzw. nach Heidelberg. Noch heute spielt Laura Matzke für einen anderen Verein in der 1. Bundesliga. Sie ist im Nationalkader und belegte 2009 bei den Europamannschaftsmeisterschaften den fünften Platz. In der deutschen Rangliste stand sie im Juni 2011 auf Platz 29. Die dritte Sportlerin, Julia Kasbaum, blieb bis 2010 dem ESV treu. Bei den Landesmeisterschaften des Landes Brandenburg holte sie sich von 2008 bis 2011 viermal in Folge den Meistertitel der Damen im Einzel und fünfmal in Folge im Mixed.